KitchenAid Artisan KES 100

Espressomaschine - KitchenAid Artisan KES 100 Espressomaschine creme
Artisan™ Espressomaschine
Wir wissen, dass Sie ein leidenschaftlicher Kaffeegeniesser sind und dass Sie Ihren Cappuccino mit kräftigem, dichtem Schaum mögen. Für Sie ist Kaffee Kunst, und die Kunst liegt in der Zubereitung. Die richtige Mischung auswählen, den kaffee selbst mahlen und anschliessend mit den eigenen Händen zubereiten. Mit anderen Worten, der beste Kaffee ist der, den Sie selbst zubereiten. Deshalb haben wir die Artisan™Espressomaschine entwickelt, die Ihnen konstante Spitzenqualität und völlige Zubereitungsfreiheit bietet.
Technische Daten:
# Spannung : 220-240 V
# Hertz : 50-60 Hz
# Abmessungen (cm) : 40.1 x 31.8 x 30.7
# Nettogewicht : 11.8 kg
# Druck : 15 Bar
# Wattleistung : max. 1300 W
Standardzubehör:
# Siebeinsatz
# Stampfer Spülsiebbürste
# Kaffeemesslöffel
# Abnehmbare Aufschäumdüse
# Krug zum Milchaufschäumen
# Gleitend herausnehmbarer 2 Liter - Wassertank
Testbericht
Capuccino zu Hause / Testbericht vom 26. Dez. 2006
Mein Mann und ich trinken gern Cappuccino; wenn wir ins Eiscafé gehen, kostet eine Tasse ca. 2 Euro. Im Winter haben bei uns im ländlichen Raum die Eiscafés geschlossen, und wir vermissen unser gemütliches Beisammensitzen mit einer Tasse Cappuccino sehr- da sind die löslichen Getränke in der Blechdose aus dem Supermarkt keine Alternative! Also freue ich mich sehr weil das Christkind für mich eine Kitchen Aid Artisan Espressomaschine unter den Weihnachtsbaum gestellt hat ;-)! In dem Fall war es eher 'mein Weihnachtsmann'. Seitdem sind wir damit beschäftigt, die Herstellung eines guten Capuccinos zu ergründen; da braucht man eigentlich keine anderen Geschenke mehr, denn hier ist Handarbeit gefragt. Keine vollautomatische Herstellung, Knopfdruck, Getränk ist fertig in der Tasse, sondern vom Mahlen des Kaffees bis zum Aufschäumen der Milch ist es eine sinnliche Handarbeit. Wir werden bestimmt noch eine Weile üben müssen bis jeder Handgriff sitzt, und wahrscheinlich möchten wir auch einige Kaffeesorten testen bevor wir 'unsere' Hausmarke entdeckt haben werden- aber es ist eine Tätigkeit die Spaß macht. Alte Ehepaare kommen wieder miteinander ins Gespräch ;-)))
Das Ergebnis lockt! Was hat uns nun bewogen, ausgerechnet diese Maschine zu kaufen, im Meer der Alternativen? Nun, wir sind seit Jahren zufriedene Besitzer einer Küchenmaschine und eines Blenders von KitchenAid, und die Qualität und Herstellung, Vermeidung billiger Kunststoffteile z. B., haben uns überzeugt. Auf diesem Niveau, das letzten Endes doch das Preiswertere ist, möchten wir bleiben. Und jetzt freu ich mich schon auf morgen früh, da darf ich mich dann wieder an der Maschine versuchen...
Wer mit diesem Gerät arbeiten will, muss bereit sein zu lernen!, / Testbericht vom17. Februar 2008
Mir ging es im Leben oft so, daß ein neu angeschafftes Gerät auf den ersten Blick enttäuschte. Aber man sollte nicht aufgeben, sondern sich fragen, ob eine handvoll Ingenieure tatsächlich als Ergebnis ihrer Entwicklungsarbeit diesen Trümmerhaufen kreiert haben? Nein, natürlich nicht. Man muss bei sich selbst anfangen.
Vielleicht ist ein Beispiel aus der Musikwelt besser: Wenn ich mir für 20.000€ einen Konzertflügel kaufe (das wäre fast ein Schnäppchen), erwarte ich dann allen Ernstes, daß ich sofort perfekt spiele? Vorher hatte ich vielleicht ein 500€ Keyboard ohne echte Anschlagdynamik, aber dafür mit vielen Soundprogrammen. Egal, was ich gemacht habe, es kam immer ein großartiger Sound aus der Kiste. Auch wenn ich nur so drauf rumgedrückt habe. Und jetzt: Der Flügel hat so "schwergängige" Tasten, er klingt einfach schlecht. Hm, ob ich einfach meine eigene Spieltechnik vernachlässigt und nur mit den fertigen Sounds gespielt habe? Würde ich jetzt Unterricht nehmen, so würde in zwei bis drei Jahren das Spielen auf dem Flügel richtig Spaß machen und das Keyboard wäre schon längst wegen seines Plastikklangs verkauft...
OK, ich schweife ab.
Also, die Kitchen Aid ist eine richtige Maschine! Meine ersten 50 Espressi haben mich, der vorher eine Krups FNC2 für 100€ hatte, fast in den Wahnsinn getrieben. Aber dann kam Licht am Ende des Tunnels! Ich fasse hier kurz zusammen, welche Faktoren wesentlich sind.
1. Das mitgelieferte Sieb für 7g kann man gleich entsorgen und sich stattdessen eines für 8g kaufen, z.B. bei espressoxxl.de. Ich habe es mit dem Standardsieb so gut wie nie geschafft, das sich das Wasser gleichmässig durch den Kaffeekuchen arbeitet. Das liegt an dem Aufbau des Siebes. Es hat einen sehr flachen Rand, wo nur ca. 2mm hoch Kaffeepulver liegt und es ist klar, daß sich das Wasser dort seinen Tunnel gräbt und der Espresso nur bitter schmeckt. Billige Maschinen, wie meine alte Krups, haben ein viel feineres Sieb, mit einigen etwas größeren Löchern in der Mitte. Dadurch entsteht auch mit altem Kaffee eine Crema. Ich muss immer an schales Bier denken, wo man mit einem Milchaufschäumer eine frische Blume zaubert. Das Bier schmeckt immer noch besch... aber die Blume... herrlich!
2. Eine Mühle muss her! Ein vorgemahlener Kaffee kann niemals auf allen Maschinen dieser Welt die richtige Durchlaufzeit haben. Also: Eine Mühle kaufen, die mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk arbeitet. Damit erhält man konstante Mahlergebnisse. Ich habe mich für die Quickmill Apollo 60 entschieden. Ist soweit OK, aber es bleiben, bedingt durch den Trichter vorne, ca. 4g Kaffeepulver nach dem Mahlen in der Mühle zurück, was man durch Kippen derselben nach vorn herausbekommt, aber so richtig überzeugt bin ich nicht. Egal, sie macht ihren Job...
3. Tampern: Den beiliegenden Tamper aus Plastik mit dem zu kleinen Durchmesser kann man ebenfalls entsorgen und sich einen aus z.B. Aluminium mit 58mm Durchmesser zulegen. Im Nachhinein ist mir klar, warum Kitchen Aid einen so kleinen Tamper mitliefert: Das Kaffeepulver wird dadurch am Rand nicht so stark komprimiert und man erhofft sich so, das das Wasser mehr durch die Mitte gedrückt wird. Für mich ist das nur das Beseitigen von Symptomen, anstatt gleich ein anständiges Sieb beizulegen.
4. Kaffee: Ich habe mit Illy und New York Extra expermimentiert und die schmeckten auch gut, leider war die Crema ein Witz. Nach einigen Recherchen im Internet über Kaffee achtete ich auf das Alter der Bohnen und sah, daß meine "frisch gekauften" bereits älter als 8 Monate waren! Also bin ich vor Ort in ein Cafe gegangen und habe mir ganz frisch geröstete Bohnen gekauft. Ergebnis: Nach Justage des Mahlgrades habe ich eine pefekte Durchlaufzeit und eine gute Crema! Der Geschmack ist ebenfalls hervorragend! Versuche mit einem Kaffee, der 40% Robusta Bohnen enthält, ergaben eine hervorragende Crema, die quasi wie im Lehrbuch aussieht.
5. Milchschaum: Der Kitchen Aid Panarello ist ein Teil, mit dem ich nicht zurechtkomme. Also weg damit und direkt mit der Düse schäumen. Das geht wunderbar einfach und wer nicht weiß, wie man es machen soll, kann einfach unter kaffeewiki.de nachschlagen. Ich nehme bevorzugt H-Milch von Weihenstephan mit 3,5% Fett. Entscheidend für die Cremigkeit und Konsistenz des Schaums ist aber der Eiweißgehalt der Milch und der beträgt hier 3,5%. Andere Milchsorten haben meist nur 3,3-3,4%.
Zusammenfassung: Die Kitchen Aid ist ein wunderbares Gerät, wenn man damit umgehen kann! Wer bereit ist, an sich zu arbeiten, der wird jeden Tag an dem tollen Design, der wertigen Verarbeitung und dem wunderbaren Kaffe seine wahre Freude haben.
Zickiges Supermodel / Testbericht vom 31. Oktober 2009
Wir haben diese Maschine Ende 2007 gekauft, im Set mit der dazugehörigen Kaffeemühle.
Äußerlich gibt es an beiden Geräten nichts zu meckern - bleischwere, bombenfeste KitchenAid-Qualität im einzigartigen Atommeiler-Design. Da kommt keine andere Maschine mit, weder die albernen Vollautomaten im labbrigen Plastikgewand, noch die teuren Profigeräte, die meist sehr technoid daherkommen.
Leider hatte die Mühle gleich zu Anfang einen Defekt und musste getauscht werden.
Nach knapp 2 Jahren war dann die Maschine dran; wie bei einem anderen Rezensenten war die Maschine leck, und es trat unter der Maschine Wasser aus dem Tank aus... vielleicht ist das ein Konstruktionsproblem?
Der KitchenAid-Service in Deutschland ist zum Glück allererste Sahne, freundlich und kompetent... das entschädigt für vieles.
Ansonsten verrichtet die Maschine treu ihre Dienste.
Vor dem echten Kaffeegenuss steht allerdings eine längere Lernkurve. Hier muss man wirklich ein paar Tage oder Wochen experimentieren, bis man die richtige Kombination gefunden hat. Kaffeesorte, Mahlgrad, Befüllung des Siebträgers, Andruckstärke... das muss alles zueinander passen. Am besten kauft man sich erstmal eine Packung Billigbohnen beim Discounter und übt, bis man damit einen akzeptablen Espresso zustandebringt. (Eine kleine Tasse Espresso sollte nach 25-30 Sekunden etwa zu einem Drittel gefüllt sein. Wenn das Wasser viel schneller durchläuft, muss man den Mahlgrad 1-2 Stufen feiner stellen; wenn es nur ein bisschen zu schnell geht, kann man es auch mit stärkerem Andrücken des Kaffeepulvers versuchen. Umgekehrtes gilt, wenn das Wassers nur sehr langsam oder gar nicht durchläuft).
Anschliessend kann man dann zu teureren Bohnen wechseln. Am besten sucht man sich einen guten Kaffeeladen/Café in der Nähe, der die Bohnen selbst röstet. Der Kaffee ist um Klassen frischer, der Geschmack viel besser und der Preis oft billiger als bei Supermarktkaffee. (Eine ordentliche Kaffeemühle ist für eine Espressomaschine dieser Qualität eigentlich ein Muss; wer Kaffeepulver oder gar Pads verwenden will, kann eigentlich bei Krups, Philips & co. bleiben und viel Geld sparen.)
Würde ich also die Maschine wieder kaufen? Neiiii....ja.
Die Defekte sind nervig, und wenn nach der Garantiezeit wieder etwas kaputtgehen sollte, wäre der Preis eindeutig zu hoch.
Auf der anderen Seite macht die Maschine mit etwas Übung wirklich hervorragenden Kaffee (ich kann ohne Übertreibung sagen, dass wir im letzten Italien-Urlaub nirgends so guten Espresso getrunken haben wie zuhause!), zudem sind Design und Anmutung wirklich toll. Auch die getrennten Boiler (für Kaffee und zum Milchaufschäumen) sucht man in dieser Preisklasse oft vergeblich.
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